Was bedeutet Content Management in der Hotellerie?

Content is King, das gilt von der Suchmaschinenoptimierung über das Social Media Marketing bis hin zum Content Management. Content Management ist ein Begriff, den Sie wahrscheinlich schon einmal gehört haben, aber vielleicht nicht genau wissen, was er bedeutet.  

In diesem Artikel erklärt die Content Management Expertin Mara de Cillia, was Content Management in der Hotellerie genau bedeutet, vor welchen Herausforderungen Hoteliers dabei stehen, und gibt Tipps, wie Sie Ihr Content Management professionell angehen können. 

Lesen Sie weiter und finden Sie heraus:   


Definition: Content Management

Unter Content Management versteht man das Erstellen und Verwalten von digitalen Inhalten (= Content). Ziel des Content Managements ist es, die Inhalte so zu gestalten, dass die Präsentation des Hotels auf den verschiedenen Online-Plattformen immer einheitlich, ansprechend und informativ ist. Guter Content ermöglicht es den Hoteliers auch, Vorteile bei der Platzierung (Ranking) ihres Hotels auf den verschiedenen Buchungskanälen zu erzielen. 

Digitaler Content in der Hotellerie umfasst demnach Texte, Bilder, Videos und andere multimediale Elemente – also alle Arten von Informationen, die den (potenziellen) Gast vor, während und nach seinem Aufenthalt bei Ihnen interessieren könnten.

Online-Plattformen, auf denen Hotels Inhalte zur Verfügung stellen, sind beispielsweise:

Beispielhotel: Small Luxury Hotel Altstadt Vienna
  • Die eigene Hotelwebsite: Hier können Informationen sehr frei präsentiert werden, z.B. die Bezeichnung und Ausstattung der Zimmer, eine Beschreibung des Hotels und des Restaurants, ansprechende Fotos von Zimmern und öffentlichen Bereichen des Hotels, Sonderangebote, Events oder auch Tipps für Unternehmungen in der Umgebung.
Beispielhotel: Small Luxury Hotel Altstadt Vienna
  • Buchungsmaschinen und OTAs: Hier müssen Inhalte wie Zimmerpreise, Kategorien und sonstige Einstellungen wie Kinderpreise und Stornierungsrichtlinien hinterlegt und regelmäßig aktualisiert werden. Insbesondere größere OTAs sind oft sehr restriktiv, welche Inhalte sie zulassen und wie diese gestaltet sein müssen.
Beispielhotel: Small Luxury Hotel Altstadt Vienna
  • Soziale Medien: Auch auf diesen Kanälen, die primär dem Hotelmarketing dienen, spielt die Gestaltung der digitalen Inhalte eine große Rolle, um das Hotel und sein Angebot einheitlich zu präsentieren.

Wenn wir bei HotelPartner von Content Management sprechen, verstehen wir den Begriff im Sinne der Distribution in Bezug auf Buchungsmaschinen und OTAs: Das Content Management Team ist bei uns primär dafür verantwortlich, die grundlegenden Zimmereinstellungen vorzunehmen, Raten zu setzen sowie Ausstattungsmerkmale und Bilder einzupflegen und aktuell zu halten. Dabei werden auch regelmäßig interne Schulungen zu Best Practices durchgeführt und die neuesten Anforderungen der OTAs kontinuierlich geprüft. Nachdem die Hotelprofile auf den OTAs eingerichtet sind, läuft das Channel Management weitgehend automatisiert ab und unsere Portfolio Manager kümmern sich um die Pflege der Preise und Restriktionen für die Partnerhotels.


Die 4 Größten Herausforderungen im Content Management

Ein einheitliches Erscheinungsbild Ihres Hotels auf allen Plattformen zu erreichen und vor allem zu erhalten, kann sehr aufwändig sein.  Wir haben festgestellt, dass Hoteliers im Bereich Content Management häufig vor diesen Herausforderungen stehen:

  1. Zusammenhang zwischen Inhalt und Preis: Die Wortwahl, mit der Sie Ihr Angebot beschreiben, und die Bilder, mit denen Sie Ihre Räumlichkeiten darstellen, wirken sich direkt auf den Preis aus, zu dem Sie Ihre Zimmer verkaufen können. Professionelle Fotos und ansprechende Ausstattungsbeschreibungen sind nicht nur für ein besonders hochwertiges Produkt unerlässlich.
  2. Alle Plattformen einheitlich und optimiert bespielen: Gerade, wenn Sie Ihre Informationen manuell pflegen und auf mehreren Plattformen vertreten sind, kann es schwierig sein, den Überblick zu behalten, wo Ihre Inhalte eventuell veraltet sind oder z.B. Zimmerkategorien unterschiedlich benannt wurden. Dies ist besonders fatal, da sich viele Gäste nur über OTAs informieren und dann direkt über die Hotelwebsite buchen möchten. Wenn dann auf der Hotelwebsite die bevorzugte Zimmerkategorie unter dem Kategorienamen des OTAs nicht auffindbar scheint, kann dies zu Zweifeln bei den potenziellen Gästen führen. Hotels müssen daher bestimmte Informationen auf den verschiedenen Buchungskanälen gleich darstellen.
  3. Einhaltung der Plattformvorgaben: In der Regel hat jede Buchungsplattform / OTA ihre eigenen Vorgaben, wie Sie Ihre Inhalte einpflegen müssen. Booking.com beispielsweise lässt nur eine bestimmte Auswahl an Ausstattungsbezeichnungen zu. Diese plattformeigenen Vorgaben (z.B. ideale Bildauflösung, mögliche Ausstattungsbezeichnungen etc.) ändern sich jedoch in vielen Fällen im Laufe der Zeit, so dass es eine Herausforderung sein kann, mit den Entwicklungen Schritt zu halten.
  4. Erstellen der richtigen Art von Inhalten: Wir stellen oft fest, dass Hotels nicht über den richtigen oder passenden Content verfügen, z.B. hochwertige Bilder oder eine Liste von Ausstattungsmerkmalen. Verständlich, denn professionelle Fotoshootings oder Content Creators sind teuer. Dennoch empfehlen wir, für die Content-Erstellung auf Experten zurückzugreifen, die genau wissen, wie Ihr Produkt noch ansprechender beschrieben werden kann oder aus welchen Blickwinkeln Ihre Zimmer fotografiert werden sollten.

Content Management, so gehts! Unsere Praxistipps für Ihr Hotel

Um Ihr Content Management professionell anzugehen und Ihre Inhalte zu vereinheitlichen, sollten Sie sich zunächst strategisch überlegen, auf welchen Kanälen Sie Ihr Haus platzieren, um dort welche Gästesegmente anzusprechen. Wenn Sie beispielsweise auf asiatisches Publikum abzielen, nutzen Sie die dort gängigen Buchungsplattformen, neben booking.com z.B. auch Agoda.

Machen Sie sich dann mit den jeweiligen Anforderungen der Plattformen an Ihre Inhalte vertraut: Stellen Sie zusammen, welche Informationen jeweils abgefragt werden bzw. welche Auswahlmöglichkeiten Sie dort haben. Notieren Sie diese Vorgaben pro Plattform sowie Ihre Ausstattungsmerkmale und sonstigen Inhalte, die Sie dort kommunizieren wollen oder können, an zentraler Stelle, zum Beispiel in einer übersichtlichen Tabelle. Lassen Sie professionelle Fotos von Ihren Zimmern der verschiedenen Kategorien und den öffentlichen Bereichen des Hauses anfertigen, am besten von einem auf Hotels spezialisierten Fotografen. Grundsätzlich empfehlen wir mindestens vier Bilder pro Zimmer aus verschiedenen Blickwinkeln. Nehmen Sie dabei die Perspektive des Gastes ein und fragen Sie sich, was für ihn wichtig ist. Das kann der Balkon sein, die Kaffeemaschine, der Bademantel auf dem Bett oder die Ausstattung des Badezimmers.

Wenn Sie Ihre Inhalte auf den verschiedenen Buchungskanälen eingepflegt haben, sollten Sie diese regelmäßig auf Aktualität überprüfen, z.B. durch Austausch von Fotos je nach Saison.


Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Content Management für Ihr Hotel, wenn es richtig gemacht wird, durchaus komplex ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Content Management nur ein Teilbereich einer optimierten Distributionspolitik ist. Wenn Sie sicherstellen wollen, dass auch in Ihrem Hotel ein optimiertes Revenue Management und Distribution betrieben wird, kontaktieren Sie uns einfach für ein unverbindliches Erstgespräch mit unseren Experten!

Mara De Cillia und das HotelPartner-Team

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